Mein Erstlingswerk 

"Sieben klingt schöner als vier!

Eine Wertschätzung an das Leben allgemein.  An das gelebte Leben meiner Vorfahren und an mein eigenes Leben. Zufrieden werden mit seiner Geschichte, auch, wenn der Lebensbogen auf und ab geht. 

Der Prozesse der Entstehung 

Das Beobachten

Ich liebe die Beobachtung der Lebenswege von Menschen. Immer bewegen mich diese Fragen: Entscheiden wir, oder entscheidet das Leben selbst? Was im Leben ist bewusst gewollt und was geschieht einfach so? Gehören wir dem Unbewussten? 

Die Vision

Am 6. September 2019 habe ich mit 3 Frauen einen Abend in der Zukunft verbracht, nämlich am 6. September 2021. Wir haben uns so gekleidet, so gesprochen, als wäre es schon 2021. Ich sagte, ich käme gerade von einer Lesung, bei der ich aus meinem Buch gelesen habe. Dazu habe ich mir rasch mein Buch kreiert, denn es sollte ja ganz real sein. Der Titel lautete „Sieben klingt schöner als vier“. Der Klappentext, den ich handschriftlich aufbrachte, ging so: „Eva Maria Gutt schreibt über das Leben, das Lieben, das Werden & das Sterben. Ein gelungenes Erstlingswerk.“

Die Briefe

Die Rückgabe von dreißig Jahre alten Liebesbriefen und der Fund eines Bekenntnisses des Vaters, aus seiner Zeit als Pilot im zweiten Weltkrieg, führten zu diesem Lebensrückblick. 

Der Vater

Zitat: 
 „Als Pilot gelebt von einem Tag auf den anderen, denn man wusste nie, ob am nächsten Tag noch am Leben. War eine schwere Umstellung, wie ich wieder zu Hause war. Rührung kannte ich nicht, erst wie mein Sohn geboren war. Bei Abstürzen von Kameraden musste etwas geborgen werden, ob eine Hand oder ein Bein, der Trecker musste es ausreißen. Da wird man verdammt hart.“ 

Die Urgroßmutter 

Auch die Lebensenergie der Urgroßmutter, die Hure in Frankreich war und die eigene vergebliche Suche nach Liebe, sowohl beim sterbenden Vater, als auch bei zwei Männern werden auf ungewöhnliche und mitreißende Art beschrieben

Der Knacks 

Nach dem Knacks in meinem Leben habe ich mich taufen lassen. 

„Mutti, warum sind wir eigentlich alle nicht getauft?“ 

 „Wieso, Kind, alle deine Geschwister sind getauft.“ „Und warum ich nicht?“ 

„Ach Kind, als du kamst, war alles anders.“
Mein Taufspruch:

„Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte."

So ist das jetzt. Ich bin ganz und gar im Leben geborgen. Was auch sonst? 

Die Großmutter 

Meine Großmutter war ein Hurenkind. 

Wie gern ich diesen Satz schreibe. Ich weiß nicht warum, es steckt so viel Lebendiges darin. Leben, das hinauswill. Nein, wie ich auch suche, ich weiß nicht, was ich mag an diesem Satz. Es ist auch nicht das Wort Hurenkind. Das ist ja eher belastet und lässt gedanklich eine ganze Geschichte entstehen, die sich nicht gut anfühlt. 

Es ist eine Bewegung, eine Ahninnen- Bewegung, die darin liegt. Ein Strom von Lebenwollen, von Genen, von Lust, die sich durchsetzt. Bis zu einem Gefühl in mir.

Das Schreiben 

Wie die Muster der Ahnenfamilie, aber auch Entscheidungen, Zufälle und Begegnungen das gelebte Leben werden, wird anhand des eigenen Lebens treffend beschrieben. 

Mit der Erkenntnis, dass die Vergangenheit alternativlos ist und mit ihr einverstanden zu sein, endlich glücklich macht. 

Mein aktuelles Manuskript  "Sfumato"

Bild: Jörg Gutt 

Mein aktuelles Manuskript hat den Arbeitstitel "Sfumato"
 
Sfumato 

Nach einem Ereignis, das ihr Leben aus der Bahn wirft, beginnt eine Frau, die Geschichte ihres Lebens neu zu lesen. 

Zwischen Einsamkeit und Liebe, Angst und Freiheit, Herkunft und Aufbruch entstehen neue Bilder ihrer Vergangenheit. Erinnerungen verlieren ihre festen Konturen, Gewissheiten verschwimmen und die Frage bleibt: 
Was trägt uns durch ein Leben? 

Sfumato ist ein literarischer Text über die Schönheit des Ungewissen und die Sehnsucht, sich selbst und der Welt immer tiefer zu begegnen. 

 
Sfumato
Die Bereitschaft, Mehrdeutiges, Paradoxien und Unsicherheiten zu akzeptieren.

Es könnte aber auch "Schwellen" heißen.
Allerdings finde ich es reizvoll, die Schriftstellerin zu sein, die für ihre eigenartigen Titel bekannt ist.